25. Januar 2010

reviewED: The Surrogates

Als ich ansatzweise Sebastians Review zu dem neuen Bruce Willis Actioner las, den wir gemeinsam sahen, stoppte ich abrupt, um mein eigenes Bild unbeeinflusst auf die digitale Mattscheibe zu bringen. Hier bin ich nun und freu mich schon auf den darauffolgenden Vergleich.

The Surrogates ist ein Sci-Fi-Action-Thriller unter der Regie des Hancock-Producers Jonathan Mostow. Bruce Willis spielt die Hauptrolle und soll als Agent Greer einen Mordfall lösen. Doch dieser erscheint in der nahen Zukunft mysteriöser als zunächst erwartet. Denn eigentlich werden Menschen nicht mehr ermordet, weil 98% der Weltbevölkerung mit sogenannten Surrogates (personalisierten Robotern) durch die Straßen läuft. Doch plötzlich scheint die sichere Roboterwelt weniger Schutz zu bieten. Bruce Willis macht sich auf die Jagd nach dem Mörder und landet dabei mit seinem Surrogate im geschützten Reservat, wo nur noch rebellische Menschen aus Fleisch und Blut leben dürfen. Dadurch verliert Bruce nicht nur kurzfristig seinen Job, sondern auch noch seinen Surrogate. Aber Bruce wäre nicht Willis, wenn er nicht trotzdem weitermachen würde. Doch diesmal kämpft er als schwacher Mensch in einer Welt aus perfekten Robotern.

Klingt gut? Wäre es sicher auch gewesen, wenn da nicht allerlei Blödsinn gewesen wäre. Neben dutzenden offenen Fragen gab es da die kitschige und dumme Geschichte seines Sohne, eine zum Würgen nervige Synchronstimme, lächerliche Twists und vollkommen überholte Spannungselemente. (Merke: Countdowns sind nicht nervenaufreibend, weil sie wissen lassen, was passiert.) Außerdem reichte die Action bei Weitem nicht aus, um die miese Story zu entschuldigen. Die Effekte versagten zudem an ein paar stellen, sodass auch visuelle Höhepunkte ausblieben. Bruce Willis, wenn auch ungewohnt schwach, war noch das Höchste der Gefühle. Allerdings hätte Nic Cage besser zu dem Film gepasst, weil er sonst solche Actiongurken präsentiert.

Zusammenfassend bleibt die Chance vertan und wir erhalten einen höchstens durchschnittlichen Thriller.

Kommentar

  1. Amen. Gleicher Inhalt, deiner ist aber schöner formuliert :)