Ich steige in meinen roten Baron, den Sowjetpanzer aus Tschechien. In meinen Skoda Felicia, EZ 1997. Die Schule ist vorbei und meine Hände zittern. Mit 40 Euro bewaffnet geht es nun zur Tankstelle meines Vertrauens. Der Preis müsste bei 1,33 EUR liegen. Rund 13,3 km Strecke liegen vor mir. Davon fahre ich die Hälfte mit durchschnittlich 50 km/h. Denn… ein aggressiv orange-gelbes Licht signalisiert den baldigen Ausfall des Triebwerks auf Grund von mangelnder Betankung.
Hinter mir bildet sich ein Autokorso von unvorstellbarer Länge. Ich fahre noch langsamer, um das Überholen attraktiv und einfach zu gestalten. Jedoch ist meinem Hintermann der Berufsverkehr zu unübersichtlich und er hängt lieber mit fünf Metern Abstand an meinem Heck. Nervös gucke ich in regelmäßigen Intervallen auf meine analoge Tankanzeige, die wenige Millimeter über der totalen Leere hoch- und hinabpendelt. Doch plötzlich! 1000 Meter vor Erreichen der kraftspendenden Tanksäule geht das warnende Lämpchen aus. Welche Farce wird mir nun widerfahren? Entweder die Brücke vor mir wird zur verfrühten Haltestelle oder das Schleichen, Rollen und Autokorso Sammeln war ein unnötiges Ärgernis für alle Beteiligten.
Und tatsächlich. Mit leerem Geldbeutel und halbvollem Tank fahre ich endlos glücklich, wie nach dem Besuch einer schwedischen Frauensauna, von der Tankstelle weg.
Oha. Na da wär ich lieber stehen geblieben und in die schwedische Frauensauna gegangen. :D
“Tank-Thriller”, der Name allein ist schon göttlich :D