Hör auf, sonst…
März 7th, 2010 — 0 Kommentare
Jeder kennt diese Klischee-behafteten Mahnmale der elterlichen Fürsorge, die sich als sinnbildliche Warnschilder im Kopf eines jeden Kindes festsetzen. Auch wenn durch Vernunft und Logik geholfen werden kann, bleibt ein Teil der Befehle im Unterbewusstsein erhalten und manifestieren sich im Gewissen jedes gutgläubigen Menschens.
Natürlich rede ich hier von den legendären Sprüchen:
Mach den Mund zu, sonst kommen Fliegen rein.
Sieh nicht zu viel fern, sonst kriegst du viereckige Augen.
Hör auf, Grimassen zu schneiden, sonst wirst du für immer schielen.
Die Klassiker halt. Mal ganz davon abgesehen, dass das alles Lug und Trug ist, sollte man sich fragen, wieso man nicht die Heranwachsenden hinsichtlich ernsterer Themen beeinflusst. Zumal solch banale Lügen weitaus schädlicher für die Eltern-Kind-Beziehung sind, als elterliche Partei-Propaganda.
Beispiel:
Kind, wähl’ nicht die Liberalen, sonst kriegst du ‘nen Guido als Außenminister.
Oder:
Hör auf Frauen zu wählen, von denen du dich nicht scheiden kannst.
Man kann sich auch um die Zukunft sorgen:
Du sollst nicht in fossile Energie investieren, sonst holt dich der Al Gore.
Hör nicht auf, in die Rentenkasse einzuzahlen, sonst wirst du impotent.
Diese Art von Aufklärung halte ich für sehr viel wertvoller und weniger schädlich. Ich übernehme auch die Verantwortung für die vielen verzehrten Gesichter auf Deutschlands Straßen.
