Ihr irren Idealisten! Ich will Euch nicht hassen, aber auch nicht alle gleichermaßen lieben. Ihr seid nämlich in gut und schlecht einzuteilen. Man soll ja nicht pauschalisieren. Nur mit der FDP darf man das, weil die das auch ziemlich rigoros durchziehen. (Oh. Zu politisch!)
Worauf ich eigentlich hinaus möchte und eigentlich keinen vernünftigen Anfang weiß, weil meine Texte nicht aus Vernunft resultieren, sondern aus neokafkaesken Wertherleiden, ist meine Liebe zu einem Typus Mensch, den man nur selten im Alltag antrifft.
Ich hätte gerne eine Hand voll Freunde dieser Sorte, die sich bevorzugt in kleine Kinos setzt, in denen dann Arthouse-Filme mit Untertiteln laufen. Bevorzugt Filmkost aus Gebieten jenseits des Urals. Es sollen Menschen sein, die man auf Gitarrenkonzerten in Wohnzimmern trifft, wo weder Ordnung noch Chaos herrschen. Ich will Leute kennen lernen, die an der Zeit zweifeln und beim Philosophieren im Kerzenlicht verträumt dreinblicken.
Sie wirken äußerlich abgehoben und arrogant. Eigentlich ist es ihre Ignoranz gegenüber dem Mainstream. Diskussionen sind dahingehend sinnlos. Wenn man sie aber erstmal akzeptiert hat, befindet man sich in einer Traumwelt. Man spricht über surreale Bücher und liest sich seine liebsten Textstellen vor – aus Büchern, die keiner mag. Es geht gar nicht mehr um das Verstehen. Man taucht in eine Gefühlswelt ab, die ich auch mit Vollendung des Textes nicht beschreiben kann.