der 7. Sinn

Juli 7th, 2010 — 1 Kommentar

In den letzten Wochen habe ich vollkommen den Sinn für das Bloggen verloren. Ich wusste einfach nicht, was ich veröffentlichen sollte. Kein Text, kein Bild schien einen wertvollen Beitrag zu ergeben. (Und mit “wertvoll” meine ich nicht einmal mittlere Qualität…) Zunächst schob ich das auf diese besondere Zeit zwischen Schule und FSJ. Es passiert einfach nichts in meinem Kopf, was ich online verewigen möchte. Außerdem nutze ich meine Zeit mehr zum Konsumieren als zum Kreieren.

Aber das ist es nicht. Denn aus Konsum kann man immer eine neue Kreation herausschlagen. Und DAS habe ich in meinem ungewohnt unbeschwerten Lebensstil aus den Augen verloren. So wie es die meisten Menschen in ihrem trüben Alltagsbrei ignorieren, habe ich es ignoriert: das Wesen des Schreibens, des Erschaffens. Der kreative Funke springt nämlich erst über, wenn man anfängt zu filtern. Nicht unbedingt aktiv, bewusst und strukturiert, aber es geht darum seinen Alltag und seine Interessen mit Begeisterung in kleinen Päckchen zu durchleuchten. Vielleicht ist es eine Gabe, jedoch wohl eher eine besondere Stimmung. Womöglich klingt das auch total doof, aber ich glaube, dass ich nicht der einzige bin, der mit diesem Verständnis ans kreative Werk geht. Aber damit so ein Werk auch erstmal entstehen kann, muss man damit beginnen. Ab dann kann es nur sinnvoller werden.

Man muss sich zum Schaffen zwingen, nur daraus entsteht Material, was man formen kann. Will man Schriftsteller werden, dann ist es nicht das abstrakte Denken, sondern das konkrete Schreiben, was einen besser macht.

Kommentare, Beleidigungen und Liebesbriefe.