
Witzig, wie ich so blogge. Viele meiner Beiträge entgleiten völlig meiner Ursprungsidee. Der letzte war so einer. Da wollte ich eigentlich eine Zukunft beschreiben, die es sich gerade in meinem Bewusstsein gemütlich macht. Anstatt zu beschreiben, wie und wo ich mich in zehn bis zwanzig Jahren sehe, entwickelte sich jedoch aus den ersten Worten eine surreale Erzählung. Obwohl ich immer spüre, was sich da anbahnt, habe ich mein ursprüngliches Ziel weiterhin vor Augen. Ich hege immer die Hoffnung, das eigentlich gewünschte Resultat ans Ende zu setzen. Doch bis dahin passt es nicht mehr.
Mein Schreibfluss ist deswegen so überraschend. In meinem Kopf skizziere ich den besten Weg, den der Fluss nach der Quelle nehmen soll. Jedoch ist das, was ich mir vorstelle viel zu simpel und kantig. Auf den ersten Blick logisch, aber für einen fließenden Ablauf viel zu umständlich. Sobald ich das erste Wort in die Tastatur haue, sprudeln die Ideen von ganz allein aus der Quelle. Die ersten Tropfen verbinden sich zu einem dünnen Strahl, der sich langsam und selbstständig seinen Weg über holpriges Gelände bahnt, um schließlich einen Fluss hinter sich herzuziehen, der irgendwo unerwartet mündet, den Grund ebnet und einen winzigen Teil des World Wide Webs formt. So ist das. Unkontrolliert und irgendwie affektiv.
Jaja. Alles schön im Kopf vorgeplant und beim Schreiben ändert sich das ganze in eine andere Richtung. Kenne ich. Leider. Das scheint aber kein rares Verhalten zu sein innerhalt der Bloggerwelt. ;D