
Ein Festival in meiner Heimat? Sieh mal einer an. Das Musikschutzgebiet wird sieben Jahre alt, ich bin daheim und Frittenbude sind Headliner. Passt. Perfekt. Reichlich Besuch und viele Freunde auf dem Festivalgelände machten aus dem Indie/Öko/Hipsterfestival das reinste Vergnügen.
Es kamen sogar Leute aus Hamburg, Hannover, Stuttgart und Frankreich um diesem winzigen Spektakel beizuwohnen. Insgesamt 1500 Verrückte finden auf dem alten Bauernhofgelände Platz. Ein paar davon zelten eng auf eng und der Rest pendelt aus den umliegenden Dörfern zum Festival.
Während die letzten Jahre für mich uninteressant waren, machte die Entwicklung dieses Jahr einen dreifachen Salto und ich war spontan dabei. Zum einen waren die Acts bekannter und zum anderen war ich endlich musikalisch offen für den totalen Zusammenprall der Genres. Man hörte elektronische Klänge, Hip-Hop-Beats, alternative Gitarren und Ska-Posaunen. Alles in allem eine coole Mischung mit wenig Durchfallrate. Zwar würde ich nur das wenigste auf meinen Player packen, aber live haben mich die meisten gepackt.
Ich empfehle daher für andere Festivals: Electric Suicide Club, Untertagen, Wisecräcker, Dickes B!, Ira Atari und natürlich Abriss vom Feinsten von Frittenbude. (Auch zu empfehlen: schönste Menschen.)