21. Juni 2011

Regenwetter.

Ich war auf einem Linkin Park Konzert. Das klingt ganz toll und es sagt sich auch toll. Ich habe auch voller Freude zu den Hits mitgewippt. (Mit Hits meine ich alles, was nicht zur neuen Platte gehört. Die ist nämlich ein fehlgeschlagenes Experiment. Demnach Schmodder.) Mehr als Mitwippen ging aber nicht. Irgendwie empfand ich keinerlei Emotionen bei diesem Konzert. Es war eine unpersönliche, professionelle Show.

Die Andwoord aus Südafrika waren übrigens eine von vier Vorbands. Und Die Andwoord waren brutal verstörend. Es lief nämlich ein Porno im Hintergrund, der Rapper hatte einen verlängerten Penis als Mikrofon und zum Abschluss trat er im Pikachu-Kostüm auf. Das reichte dann den gutbürgerlichen LP-Fans und es wurde im Chor gebuht, bis die Pokemon die Bühne verließen.

Es regnete auf dem Konzert, was es nur noch cooler machte. In meinem Leben regnet es jetzt auch. Das ist aber ziemlich uncool. Zwar überwinde ich ganz oft meinen inneren Schweinehund und tanze im Regen, aber wenn ich wieder auf trockenem Boden stehe, wird mir bewusst, wie kalt und nass es ist. Dann beginnt die Suche nach Wärme, die ab und an verzweifelt endet.