18. Dezember 2011

Musik und Film in der Alten Oper.

Ich kann jetzt noch glücklicher sterben, weil ich endlich… Ach, fangen wir von vorne an. Ich war in Frankfurt – mal wieder.  In der Alten Oper – endlich. Da wollte ich schon immer hin, weil dieses Prachtstück einladend edel am Ende der Zeil steht. Weil das Schicksal es so wollte, hatten wir Karten für ein Konzert des hr-Sinfonieorchesters. Und das war nicht irgendein hochnäsiges klassisches Geigengedudel mit Operngläsern, Nerzmänteln und Altreichen. Es ging um die Filmmusik des wohl besten Komponisten John Williams in den Filmen des wohl besten Regisseurs Steven Spielberg! Hallo?! Diese Männer haben uns 25 Filmperlen geschenkt, bei deren Titeln man ehrwürdig in die Knie sinkt und wieder zum Kind wird.

Um das noch mal klarzustellen: ich saß in einer der weltbesten Opernhäuser und hörte weltbeste Musik von weltbesten Filmen! Es begann episch mit Klängen und Bildern aus “Jurassic Park” und “Der Weiße Hai”. Es folgten die melancholischen Klänge aus “Schindlers Liste”, bevor das Orchester in goldenem Licht erstrahlte, als “Indiana Jones” klanglich einiges hermachte. Nach einer kurzen Pause und weiteren bekannten Titeln folgten zwei Zugaben, die okay waren, aber mein Bedarf an genialer Filmmusik war bereits befriedigt und ich fertig zur Abreise. Doch es folgte eine dritte und letzte Zugabe, die mir einen Lebenstraum erfüllte. Ich kann jetzt noch glücklicher sterben, weil ich endlich die Star Wars Titelmusik live gehört habe! Als niemand mehr mit irgendwas rechnete, haute der Dirigent Frank Strobel den größten Hit raus, der nicht mal von Steven Spielberg war. Und die wildgemischte Zuhörerschaft war von vorne bis hinten gleichermaßen begeistert.

In Zukunft will ich unbedingt mehr solcher Sachen besuchen, auch wenn es schwierig sein sollte die Epik dieses Abends zu übertrumpfen.