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		<title>Traumkino</title>
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		<pubDate>Fri, 30 Jul 2010 13:50:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ede</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Mr Nobody. Moon. Inception. Innerhalb von drei Wochen habe ich drei Kinofilme gesehen, auf die ich seit mindestens einem Jahr gewartet habe. Alle drei darf man ruhig als moderne Meisterwerke bezeichnen, weil sie in einer Epoche des Kinos auftreten, die von Sequels, Prequels, Remakes und 3D dominiert wird. Es macht Spaß zu sehen, dass ohne [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="aligncenter size-full wp-image-1972" title="im Traumland" src="http://www.edelicious.de/wp-content/uploads/2010/07/im-Traumland.jpg" alt="" width="500" height="300" /></p>
<p>Mr Nobody. Moon. Inception. Innerhalb von drei Wochen habe ich drei Kinofilme gesehen, auf die ich seit mindestens einem Jahr gewartet habe. Alle drei darf man ruhig als moderne Meisterwerke bezeichnen, weil sie in einer Epoche des Kinos auftreten, die von Sequels, Prequels, Remakes und 3D dominiert wird. Es macht Spaß zu sehen, dass ohne Trendeinflüsse Independent-Charme versprüht wird. So sind die Regisseure auch die Autoren der Drehbücher und sie setzten ihre Ideen um, ohne ihre kreative Freiheit durch autoritäre Entscheidungen beschneiden zu lassen.</p>
<p>Die Filme mögen zwar in ihren Kosten variieren (5 Millionen bis 160 Millionen $), aber dennoch schaffen sie es allesamt auf ihre Weise philosophische wie auch psychologische Themen zu verarbeiten. Identität, Wahrheit und Wirklichkeit bilden ein dichtes und komplexes Themennetz, ohne sinnlos zu überfordern. Man kann sich zwar seine Gedanken machen, Referenzen suchen und interpretieren, aber man kann ebenso die starken Bilder fließen und die Geschichte auf sich wirken lassen. Da verzeiht man auch gern die Logiklöcher, die erst bei genauerem Betrachten hervorstechen.</p>
<p>Die größten Wellen schlägt erneut Christopher Nolan, der nun endgültig zum Blockbuster-Regisseur mutiert ist. Nachdem er The Dark Knight zu einem ernstzunehmenden Actionthriller anstatt zu einem stereotypen Comicfilm verwandelt hat, konnte er sich mit der Traumstudie Inception austoben und wieder seine Unfehlbarkeit unter Beweis stellen. Im Internet wird er sogar mit <a href="http://www.stefanclaypool.com/2010/07/25/on-nolan-kubrick-and-expectation/">Kubrick</a> und <a href="http://interminablepalaver.wordpress.com/2010/07/16/christopher-nolan-is-a-modern-day-alfred-hitchcock/">Hitchcock</a> verglichen. Seitdem ich Memento eines Morgens auf Sat1 gesehen habe, bin auch ich vom Potential des Meisters des intelligenten Popcornkinos überzeugt. Böse Zungen werfen ihm zwar dünne Stories, flache Charaktere und Pseudointelligenz vor, aber erst diese Kritiker erlauben den Vergleich mit Meisterregisseuren.</p>
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		<title>Das Ende der Welt</title>
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		<pubDate>Wed, 28 Jul 2010 14:39:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ede</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ein Protagonist. Sein Handeln. Sein Denken. Details erscheinen komisch und fremdartig, aber der gesetzte Rahmen sprengt nicht die Grenzen der eigenen Vorstellungskraft. Die Hauptfigur hat Ecken und Kanten und wirkt hier und da unnatürlich, aber seine Umgebung absorbiert diesen Eindruck. Ein Verrückter unter tausend Normalen hat nämlich seine Daseinsberechtigung. Man setzt einen weiteren Fuß in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="aligncenter size-full wp-image-1963" title="Unendlichkeit" src="http://www.edelicious.de/wp-content/uploads/2010/07/Unendlichkeit.jpg" alt="" width="500" height="333" /></p>
<p>Ein Protagonist. Sein Handeln. Sein Denken. Details erscheinen komisch und fremdartig, aber der gesetzte Rahmen sprengt nicht die Grenzen der eigenen Vorstellungskraft. Die Hauptfigur hat Ecken und Kanten und wirkt hier und da unnatürlich, aber seine Umgebung absorbiert diesen Eindruck. Ein Verrückter unter tausend Normalen hat nämlich seine Daseinsberechtigung.</p>
<p>Man setzt einen weiteren Fuß in die dichte Welt, sieht sich um und macht es sich gemütlich. Alles erscheint nett und friedlich, obwohl im Untergrund stets Gefahr lauert. Manch einer würde von mangelnder Spannung reden, ich sehe darin den genialen Einsatz von Suspense. Stets erwartet man das offensichtliche Unglück und entfernt sich mit jedem Gedanken daran von der ursprünglichen Wirklichkeit. Die Atmosphäre wird Stück für Stück in einen See aus Surrealität getaucht. Und obwohl man sich entgegen der Realität bewegt, wirkt der Traum logischer als die gelebte Logik.</p>
<p>Es sind moderne Märchen, die Haruki Murakami schreibt. Eine Symbiose aus fernöstlicher und westlicher Kultur auf Papier gebannt. Nach &#8220;Kafka am Strand&#8221; habe ich nun &#8220;Hard-boiled Wonderland und das Ende der Welt&#8221; verschlungen. Und wieder hatte ich dieses schönste aller Gefühle beim Lesen. Ein Gefühl, welches mir bislang nur Japaner vermitteln können. Was ein Murakami mit Literatur schafft, schafft Hayao Miyazaki mit Filmen. Beide Männer erzählen Geschichten und entwerfen Bilder, in die ich eintauche und in denen ich ganz und gar aufgehe. Den Protagonisten geht es zwar mächtig an den Kragen, aber ich möchte zu jeder Zeit an ihrer Seite stehen, die Natur mit neuen Augen betrachten und mit den schönsten aller Frauen schlafen.</p>
<p>Mein Geschmack mag zwar eigen sein und die ausschweifenden Gedanken, die Murakami permanent einwirft, mögen Max und Maria Mustermann ein Dorn im Auge sein, aber dennoch möchte ich allen Träumern und Möchtegernhippies die Welt des Haruki Murakamis ans Herz legen.</p>
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		<title>Während der Arbeit gezwitschert</title>
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		<pubDate>Sat, 24 Jul 2010 11:47:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ede</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="aligncenter size-full wp-image-1954" title="OffTwit" src="http://www.edelicious.de/wp-content/uploads/2010/07/OffTwit.png" alt="" width="500" height="600" /></p>
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		<title>Zufrieden in meiner Sphäre</title>
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		<pubDate>Fri, 23 Jul 2010 00:24:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ede</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Noch 15 Tage verbringe ich Zuhause. Am 8.8. 2010 fängt mein neues Leben an. Seit über 40 Tagen sitze ich Zuhause und habe keine Verantwortung. Ich gehe nicht mehr zur Schule. Mache Tag für Tag, was ich möchte. Lese Bücher über Hard-Boiled Wonderland und das Ende der Welt. Sehe Filme mit Alienhybriden und Möglichkeitsmenschen. Spiele [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.edelicious.de/wp-content/uploads/2010/07/Phil-lässt-grüßen.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-1951" title="Phil lässt grüßen" src="http://www.edelicious.de/wp-content/uploads/2010/07/Phil-lässt-grüßen.jpg" alt="" width="500" height="300" /></a></p>
<p>Noch 15 Tage verbringe ich Zuhause. Am 8.8. 2010 fängt mein neues Leben an. Seit über 40 Tagen sitze ich Zuhause und habe  keine Verantwortung. Ich gehe nicht mehr zur Schule. Mache Tag für Tag, was ich möchte. Lese Bücher über Hard-Boiled Wonderland und das Ende der Welt. Sehe Filme mit Alienhybriden und Möglichkeitsmenschen. Spiele nachts Basketball und sonne mich im Mittelfeld des Fußballplatzes.</p>
<p>Seit Jahren war ich nicht mehr so ausgeglichen. Ich bin nicht endlos glücklich, aber auch nicht depressiv. Ich fließe in einem regelmäßigen Rhythmus durch meinen Alltag und lächle die Freunde an, die meinen Weg kreuzen. Ich freue mich über jedes gewechselte Wort, aber die vielen Lügen und Intrigen höre ungern. Die Arschlöcher aus alten Schultagen leben ihr Dasein in ganz neuen Dimensionen aus.</p>
<p>Solange es aber nicht meine besten Freunde sind, kann es mir egal sein. Ab August gehören viele zu meinem alten Leben, mit dem ich immer meine Problemchen hatte. Ich habe stets zu viel erwartet. In einer Umgebung, deren Uhr stets vorwärts läuft, habe ich ununterbrochen daran gedreht, um mir die selben Fehler immer wieder vor Augen zu führen. Leider kann man nichts verändern, wenn zwei verschiedene Dimensionen aufeinanderprallen.</p>
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		<title>Wie ich so blogge</title>
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		<pubDate>Tue, 20 Jul 2010 00:30:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ede</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Witzig, wie ich so blogge. Viele meiner Beiträge entgleiten völlig meiner Ursprungsidee. Der letzte war so einer. Da wollte ich eigentlich eine Zukunft beschreiben, die es sich gerade in meinem Bewusstsein gemütlich macht. Anstatt zu beschreiben, wie und wo ich mich in zehn bis zwanzig Jahren sehe, entwickelte sich jedoch aus den ersten Worten eine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="aligncenter size-full wp-image-1946" title="Streamtrooper" src="http://www.edelicious.de/wp-content/uploads/2010/07/Streamtrooper.jpg" alt="" width="500" height="300" /></p>
<p>Witzig, wie ich so blogge. Viele meiner Beiträge entgleiten völlig meiner Ursprungsidee. Der letzte war so einer. Da wollte ich eigentlich eine Zukunft beschreiben, die es sich gerade in meinem Bewusstsein gemütlich macht. Anstatt zu beschreiben, wie und wo ich mich in zehn bis zwanzig Jahren sehe, entwickelte sich jedoch aus den ersten Worten eine surreale Erzählung. Obwohl ich immer spüre, was sich da anbahnt, habe ich mein ursprüngliches Ziel weiterhin vor Augen. Ich hege immer die Hoffnung, das eigentlich gewünschte Resultat ans Ende zu setzen. Doch bis dahin passt es nicht mehr.</p>
<p>Mein Schreibfluss ist deswegen so überraschend. In meinem Kopf skizziere ich den besten Weg, den der Fluss nach der Quelle nehmen soll. Jedoch ist das, was ich mir vorstelle viel zu simpel und kantig. Auf den ersten Blick logisch, aber für einen fließenden Ablauf viel zu umständlich. Sobald ich das erste Wort in die Tastatur haue, sprudeln die Ideen von ganz allein aus der Quelle. Die ersten Tropfen verbinden sich zu einem dünnen Strahl, der sich langsam und selbstständig seinen Weg über holpriges Gelände bahnt, um schließlich einen Fluss hinter sich herzuziehen, der irgendwo unerwartet mündet, den Grund ebnet und einen winzigen Teil des World Wide Webs formt. So ist das. Unkontrolliert und irgendwie affektiv.</p>
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		<title>Die Möglichkeit einer Zukunft</title>
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		<pubDate>Sun, 18 Jul 2010 23:02:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ede</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das Stück Papier liegt vor einem. Man malt sich seine Zukunft aus. Die Vergangenheit ist ein unmanipulierbares Foto, aber die Zukunft ist so weit entfernt, dass man glaubt, vorab einzelne Elemente oder gar das gesamte Bild bestimmen zu können. Man grübelt und hat Ideen. Manche verwirft man, weil man sie nicht malen kann. (Und nur [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="aligncenter size-full wp-image-1940" title="Möglichkeitsmenschen" src="http://www.edelicious.de/wp-content/uploads/2010/07/Möglichkeitsmenschen.png" alt="" width="500" height="300" /></p>
<p>Das Stück Papier liegt vor einem.  Man malt sich seine Zukunft aus. Die Vergangenheit ist ein unmanipulierbares Foto, aber die Zukunft ist so weit entfernt, dass man glaubt, vorab einzelne Elemente oder gar das gesamte Bild bestimmen zu können. Man grübelt und hat Ideen. Manche verwirft man, weil man sie nicht malen kann. (Und nur die wenigsten schätzen eine abstrakte Zukunft.) Andere Ideen notiert man sich, um sie später zu malen. Bis es jedoch dazu kommt, ist der Notizzettel voll und weitere türmen sich zu einem bunten Berg zusammen. Ab und zu greift man hinein und ist beim Herausziehen eines Zettels überrascht, dass das Papiermassiv stabil bleibt. Der gezogene Zettel wird betrachtet und einzelne Gedanken werden gestrichen. Das passiert öfters. Wenn die Gegenwart sprunghafte Meinungen und Ideen liefert, wird auch die Zukunft sprunghaft entschieden.</p>
<p>Der Abgabetermin rückt näher. Der Hintergrund wird in schwachen Pastelltönen vorgemalt. Man ist genervt über diese Vorarbeit. Man möchte sich dem Wesentlichen widmen und der Zukunft ein Gesicht verpassen. Man will seine Ideen auf das Bild übertragen. Jedoch ist aus dem chlorfreien Himalaja der Ideen ein blasses Denkmal entstanden, das seine Inhalte der Witterung opferte. Man zückt nun den Pinsel und muss die Farbe flexibel und spontan in Formen pressen. Doch kurz bevor die Pinselspitze die rauhe Struktur des Papiers berührt, hält man inne. Man will ja keine Fehler machen. Man muss sich beeilen, aber eine Skizze ist riskant und dem Werk &#8220;Zukunft&#8221; unwürdig. Man will viele Informationen auf die verfügbare Fläche übertragen, aber man sollte sich Freiräume lassen. Das eigene Schicksal in die Hand zu nehmen, wandelt sich vom Traum zum Albtraum. Die Gedanken schlagen Purzelbäume, die Uhr im Atelier wirkt ohrenbetäubend und das Herzpochen lässt die feinen Pinselhaare im Tunnelblick vibrieren.</p>
<p>Vier Stunden später. Man sitzt im warmen Sessel und schlürft den grünen Tee. Die Abgabefrist für das Bild der eigenen Zukunft ist abgelaufen. Es hängt bereits an der Wand. Man nippt kurz und blickt über den Rand der Tasse auf das schicksalhaft Gemälde. In der Mitte: sein lächelndes Ebenbild. In dessen Händen: Pinsel und Papier.</p>
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		<title>Unerwähnt</title>
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		<pubDate>Fri, 16 Jul 2010 17:11:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ede</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es gibt Dinge, über die ich nicht spreche, weil&#8230; ich einfach nicht darüber spreche. So ein Ding ist zum Beispiel in unserem Garten. Zwölf Meter von unserem Haus entfernt. Es findet eigentlich nie Erwähnung. Ich erwähne selten mal die  Tätigkeit, die darin ausgeführt wird. Und das passiert nur bei Temperaturen, die jenseits von Wohlfühltemperaturen liegen. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="aligncenter size-full wp-image-1934" title="Unkraut" src="http://www.edelicious.de/wp-content/uploads/2010/07/Unkraut.jpg" alt="" width="500" height="300" /></p>
<p>Es gibt Dinge, über die ich nicht spreche, weil&#8230; ich einfach nicht darüber spreche. So ein Ding ist zum Beispiel in unserem Garten. Zwölf Meter von unserem Haus entfernt. Es findet eigentlich nie Erwähnung. Ich erwähne selten mal die  Tätigkeit, die darin ausgeführt wird. Und das passiert nur bei Temperaturen, die jenseits von Wohlfühltemperaturen liegen. Da müssen schon die Eier brennen, damit ich es zwanglos verwende und darüber spreche. Es gehört zum Luxus, den man irgendwann ins Unterbewusstsein schiebt. (Wie eine Freundin, die nicht meckert und keine kalten Füße hat.) Und das obwohl es ziemlich awesome und ungewöhnlich ist, einen gefühlt 25m³ großen Teich zum Schwimmen zu haben.</p>
<p>Mein Vater hätte Gartenarchitekt werden sollen. Mit seiner eigenen Hand hat er zum Telefonhörer gegriffen, um einem befreundeten Baggerbesitzer Zeit und Nerven zu rauben. Allein seine männliche Männlichkeit befahl der Feuerwehr, die mehreren tausend Liter Wasser in den Bio-Pool zu schleusen. Und es war sein Wille, nach der Arbeit in ein feuchtes Paradies eintauchen zu können, der meine Studienersparnisse minimierte.</p>
<p>Wenige Jahre später sitze ich in nassen Badehosen vor meinem Laptop und genieße die Erderwärmung, die das kühle Nass in einen Teich aus Gold verwandelt. Und mein Vater, der denkt schon weiter. Man soll hier in der Nähe Baggerseen pachten können&#8230;</p>
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		<title>Mr. Nobody</title>
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		<pubDate>Tue, 13 Jul 2010 18:08:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ede</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Mein Name ist Nobody. Mein Leben ist komplex. Zu komplex, als dass ich mich zwischen zwei Optionen entscheiden könnte. Und jede Entscheidung führt zu weiteren Optionen. Die vielen möglichen Lebenswege teilen sich auf ihren Routen und driften auseinander. Aktion und Reaktion befinden sich in einer endlosen Schleife. Wie in einem guten Schachspiel führe ich mir [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="aligncenter size-full wp-image-1929" title="findet Nemo" src="http://www.edelicious.de/wp-content/uploads/2010/07/findet-Nemo.jpg" alt="" width="500" height="300" /></p>
<p>Mein Name ist Nobody. Mein Leben ist komplex. Zu komplex, als dass ich mich zwischen zwei Optionen entscheiden könnte. Und jede Entscheidung führt zu weiteren Optionen. Die vielen möglichen Lebenswege teilen sich auf ihren Routen und driften auseinander. Aktion und Reaktion befinden sich in einer endlosen Schleife. Wie in einem guten Schachspiel führe ich mir die Konsequenzen vor Augen, bis ich von unendlich viel Chaos umgeben bin. Doch dieses Chaos sehe nur ich, weil ich der einzige Mensch bin, der alle potentiellen Wege durchlebt hat.</p>
<p>Als sich meine Eltern trennten, entschied ich mich nicht. Ich führte einfach zwei Leben. Als ich mich dann für oder gegen meine große Liebe entscheiden musste, tat ich beides. Während ihr euch eurem Schicksal hingebt und vermeintlich einer Geraden folgt, renne ich durch ein Netz, in dem sich meine vielen Identitäten verlieren.</p>
<p>Ich lebe bei meinem Vater, ich lebe bei meiner Mutter. Ich liebe, ich hasse. Ich fluche, ich fluche nicht. Ich habe Kinder, ich habe keine Kinder. Ich bin tod, ich lebe. Mein Name ist Nemo. Ich bin niemand.</p>
<p><em>&#8220;Mr. Nobody&#8221; von Jaco Van Dormael läuft derzeit im Kino und präsentiert eine Reise durch die Komplexität der Zeit und des Lebens. Ein Film, der gefühlte vier Stunden dauert, den man verdauen muss und der zu intensiv ist, um von allen geliebt zu werden. Ein Film, mit dem ich Sex haben möchte.</em></p>
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		<title>gEDankensalat: Fußball WM 2010</title>
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		<pubDate>Sun, 11 Jul 2010 23:59:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ede</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nun heißt es erneut vier Jahre warten. Auf Fan-Meilen, auf den deutschen Sieg und auf einen neuen Monat geballter Euphorie. Anfangs war ich so gar nicht in WM-Stimmung. Doch es reichten die ersten zwei Spiele, um mich bei praller Sonne auf das Sofa zu fesseln. Anfangs glaubte ich keinen Meter an das deutsche Team. Ich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="aligncenter size-full wp-image-1923" title="balls" src="http://www.edelicious.de/wp-content/uploads/2010/07/balls.jpg" alt="" width="500" height="300" /></p>
<p>Nun heißt es erneut vier Jahre warten. Auf Fan-Meilen, auf den deutschen Sieg und auf einen neuen Monat geballter Euphorie. Anfangs war ich so gar nicht in WM-Stimmung. Doch es reichten die ersten zwei Spiele, um mich bei praller Sonne auf das Sofa zu fesseln. Anfangs glaubte ich keinen Meter an das deutsche Team. Ich ahnte nicht, dass sie zaubern können. Anfangs fühlte ich mich wie ein U-Boot-Christ, der nur zu Weihnachten in der Kirche auftaucht. Jetzt glaube ich sogar, dass ich U-Boot-Fußballer ausnahmsweise die Bundesliga verfolgen werde.</p>
<p>Südafrika hat sicherlich Spuren bei mir hinterlassen. Es war zwar nicht die perfekte WM, aber die mediale Abwechslung und die vielen Ereignisse verdienen ein paar Gedankenfetzen.<span id="more-1922"></span></p>
<p>Es war die WM&#8230;</p>
<ul>
<li>&#8230; Afrikas. Südafrika zeigte der Welt, dass der gebeutelte Kontinent mehr als nur durch Gewalt, Drogen und AIDS auf sich aufmerksam  machen kann.</li>
<li>&#8230; Deutschlands. Jung und dynamisch überraschte Jogi Löws Kader die Welt und heimste globale Aufmerksamkeit und Lob ein. Man verlor zwar, aber erneut gegen den Sieger des Turniers.</li>
<li>&#8230; ohne Tore. Neben den deutschen Spielen und Nordkoreas Klatsche gegen Portugal enttäuschte die magere Trefferquote vor allem zu Beginn des Turniers.</li>
<li>&#8230; der Fehleintscheidungen. Solch ein professioneller und durchkommerzialisierter Sportverband wie die FIFA sollte ihren Schiedsrichtern die Arbeit erleichtern und die Fehler durch technische Hilfsmittel minimieren. Das Turnier hätte ein anderes, faires Turnier sein können.</li>
<li>&#8230; des Orkrakels. Paul prophezeite die deutschen Siege und die Niederlage gegen Spanien. Man mag dem Oberhausener Kraken Magie und animalische Buchmacherei zusprechen&#8230; oder man sieht ein, dass jede Entscheidung ein 50:50-Zufall war.</li>
<li>&#8230; der furchtbaren WM-Musik.</li>
<li>&#8230; des Thomas Müller. Er ist WM-Torschützenkönig, bester junger Spieler und des Fußballs Lena Meyer-Landrut. Authentisch, frech und bodenständig.</li>
<li>&#8230; meines Abiturs. Wenige Tage nach den letzten Prüfungen konnte ich theoretisch alle Spiele live und ohne jeglichen Druck verfolgen. Ich hatte die Schule hinter mich gebracht und konnte arbeitslos und glücklich die tägliche Ladung Fußball tanken.</li>
</ul>
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		<title>GERMANY VS PAIN</title>
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		<pubDate>Thu, 08 Jul 2010 23:41:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ede</dc:creator>
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