30. Dezember 2011

Auf der faulen Haut liegend und beschäftigt.

Ein Status-Update.

Ich bin seit Oktober zuhause, tue nichts, was in einen Lebenslauf gehört und fühle mich prächtig. Wo andere vielleicht Platzangst und Sinnkrisen hätten, fühle ich mich wohl. Neben Ausschlafen, lange wach Bleiben und Verantwortungslosigkeit weiß ich mich absolut zu beschäftigen. So warte ich noch bis Ende Januar auf eine Zu- oder Absage aus Hamburg, ich kommuniziere unheimlich viel digital und sogar postalisch und ich designte bislang an mehreren kleinen Projekten mit. Sei es ein Logo für ein Unternehmen, die Pokerrunde oder Sticker für mein heiß erwartetes Experiment “ZAAAK.org”. Nicht nur, dass ich mein FSJ verlängert habe, ich arbeite auch noch von zuhause aus für meine Einsatzstelle weiter. Es läuft und wird einfach nicht langweilig.

Über Weihnachten schrieb ich Postkarten. Das sollte jeder tun. Nicht nur zu besonderen Anlässen oder im Urlaub. Gestern war Kurstreffen. Ich treffe viele Leute, obwohl ich hier im Kaff gefangen bin, aber an Wochenenden und besonders zur Weihnachtszeit zieht es doch noch viele hierher. So erwachsen müssen wir uns noch nicht geben, dass wir lieber alleine in Einzimmerwohnungen Feiertage verbringen.

Alles ist gut und ich freue mich auf das, was kommt. Vor allem Hamburg.

25. Dezember 2011

Visuell top, inhaltlich flop.

Der Film macht wirklich Spaß. Ich habe ihn in 2D gesehen und war beeindruckt, wie perfekt sich die Shrek-Optik immer noch anfühlt. Neben den tollen Animationen und der realistischen Stofflichkeit besticht “Der gestiefelte Kater” durch Detailverliebtheit. In jeder Szene erkennt man eine tolle Idee, die weder aufdringlich noch zu subtil ist.

Und so kreativ die Künstler gearbeitet haben, so unkreativ waren die Autoren der Geschichte, die glatt eine mittelmäßige Serienfolge ergeben würde. Denn anstatt wie ein riesiges Abenteuer, fühlt es sich nur wie eine kleine Episode aus dem Leben des gestiefelten Katers an. So sieht es nur noch mehr nach der Ausschlachtung eines großen Franchises aus, dessen Held schon längst tod ist.

Kommentar
24. Dezember 2011

Was mir als Kind noch das allerwichtigste war, verschwindet immer mehr aus meinem Verständnis. Ich fieberte auf nichts hin und hatte kaum Weihnachtsgefühle. Geschenke sind bloß noch ein netter Bonus. Dafür verstehe ich endlich, was für einen wichtigen Stellenwert die Familie zu Weihnachten hat. Ab jetzt ist es keine Selbstverständlichkeit mehr, immer für jeden da sein zu können.

20. Dezember 2011

Action, Animation und Fäkalhumor.

Anspruchsloses Popcornkino hat einen Namen: Michael Bay. Und dieser Mann bescherte mir einen netten Abend vor meinem Fernseher. Ich will gar nicht sagen, ob mir “Transformers – Die Rache” gefallen hat oder nicht. Viel mehr will ich zusammenfassen, was ich die letzten zwei einhalb Stunden sah.

  1. Animation. Das ist kein Effektfilm, sondern ein waschechter Animationsfilm im Sinne von Pixar und Dreamworks. Nur dass hier eben ein paar Schauspieler zwischen die Roboter gepackt wurden.
  2. Ägypten. Und das, was davon übrig bleibt.
  3. Sex. Es gab Liebe zwischen Hunden, zwischen Shia Labeouf und einem Roboter mit Brüsten und Megan Fox’ Bein wurde von einem Spielzeugauto begattet.
  4. Blechclowns. Da war ein rostiger Opa-Roboter, der an einem Stock ging und Bremsschirme pupste. Außerdem sah ich zwei Zwillingskarossen, die ständig aufeinander einprügelten und dumme Sprüche von sich gaben. Hatte ich schon das Spielzeugauto erwähnt, welches Megan Fox’ Bein begattet hat?
  5. Haschkekse.
  6. Megan Fox.
20. Dezember 2011