5. April 2010
Die letzten Monate, die man Zuhause und in der Schule verbringt werden zunehmend sentimental. Man schaut sich alles genau an, um es ja nicht zu vergessen. Man sitzt in Gedanken versunken im Wohnzimmer bei den Eltern, während der Fernseher laut vor sich hindröhnt. Die Treffen mit den Freunden sind kostbarer denn je. Man weiß, dass man sich in wenigen Wochen auseinanderleben wird. Ein großer Teil des eigenen Lebens bricht weg wie ein riesiger Stein, der sich vom Bergmassiv löst. Dieser Teil liegt dann woanders. Tief unten.
So sehr man auch die eigene Heimat und das Provinzleben mit Hasstiraden überzogen hat, fällt es am Ende doch schwer, sich von der Sicherheit des elterlichen Hauses und des nahen Bekanntenkreises zu verabschieden. Wenn man zumindest die Gewissheit hätte, dass die Zurückbleibenden keinen Verlust davontragen… Und in genau diesem Moment kommt mein Vater in mein Zimmer, damit ich ihm alles über den beworbenen LED-Projektor erzähle. Read the rest of this entry »
3. April 2010
Normalerweise werde ich nicht zu Ostern beschenkt, aber heute haben sich diverse TV-Anstalten erbarmt und mir ein pralles Osterprogramm geboten. Ein flüchtiger Blick ins Programmhaft bescherte mir reichlich Freudeszucken. Gleich vier Filme hätte ich heute gucken können. Leider überschnitten sie sich alle über kurz oder lang, sodass ich mich für ein oder zwei Titel entscheiden musste.
Ich wählte zunächst den Prime-Time-Family-Hit “Pom Poko” aus dem japanischen Studio Ghibli, die verantwortlich sind für Animeklassiker a la “Prinzessin Mononoke” und “Das wandelnde Schloss”. Ein guter Film, weil er es schafft Marderhoden geschickt in Bild und Story einzubauen. Respekt! Zeitgleich lief “American Pie 2″, sodass ich mich in den Werbepausen mit weiblichen Brüsten begnügen konnte. Ein erfüllter Abend, den man so nur mit Pornos hat. Read the rest of this entry »