Mal ganz davon abgesehen, dass der gesamte Tag ziemlich verkorkst war, hatte die Englischstunde einen besonders unangenehmen Touch. Weil das Abi vorbei ist und nichts mehr ansteht, machen wir irgendwelchen Unfug in Englisch. Musik hören, Filme gucken und Spielen spielen sind angesetzt. Wesentlich lieber hätte unsere Lehrerin aber sicherlich Präsentationen von uns gehört, damit die restlichen Schultage nicht ganz so gammelig werden, wie sie bereits sind. Lies den Rest »
In diesem Moment läuft der letzte Teil der Hayao-Miyazaki-Reihe auf Arte. Der avantgardistische deutsch-französische Sender zeigt “Das Schloss im Himmel” aus dem Jahr 1986. Schon damals waren fantasievolle Luftschiffe und europäische Architektur beliebte Motive Miyazakis. In dieser Welt treffen zwei Waisen aufeinander, ein tapferer Junge und ein Mädchen mit geheimnisvoller Vergangenheit. Diese Vergangenheit, auf der auch der magische Luftstein fußt, macht die beiden Kinder zu Gejagten. Ein großes Abenteuer beginnt und führt schließlich zum antiken Schloss im Himmel. Lies den Rest »
Heute Abend fand eine BluRay-DVD-Double-Feature-Night statt. Lovefilm hatte uns nach einigen Komplikationen beliefert und nun hatten wir L.A. Confidential und Ben X im Briefkasten. Objektiv betrachtet, sind beide Filme sehr gut. Jedoch hat es einen Grund, dass ich letztlich nur Ben X empfehlen kann.
Es war einmal ein Ede, der nach einer ausgiebigen Weinprobe in bester Feierlaune war. Mit dem Sohn eines wichtigen Politikers begab er sich in die partywütige Finsternis der deutschen Hauptstadt. Ins Taxi gesetzt und anschließend an die eindrucksvolle Eingangsschlange eines Szeneclubs gestellt. Es war ein Club, den er als Provinzbursche nur aus der weitentfernten Welt kannte, die mit viel Glamour und Glitzer in den Medien dargestellt wurde. Ein Ort, an dem sich die Reichen und Schönen treffen. Ein Ort, wo Pille und Pulver fließt.
Gut gelaunt und zur dumpfen Musik mitschwingend, stand er vor den Türstehern. Wo sonst Sympathie und Charisma für einen sozialen Sieg gesorgt hätten, ließen ihn seine sanften Gesichtszüge verlieren. Er sähe zu jung aus. Schockiert krakeelend, da volljährig und nicht ganz bei Sinnen, musste man ihn vom Tor zum Partyhimmel wegschleifen. Wieder im Taxi sitzend, fuhr man zur nächstgrößeren Veranstaltung. Ein Massenevent ohne Selektion. Die Musik dröhnte durch die großen Fabrikhallen und er tanzte sich bis spät in die Nacht von Floor zu Floor.
Am nächsten Morgen, geweckt von der Frage, wann denn sein Zug in Richtung Heimat abfahren würde, antwortete er mit halbnüchternem Blick auf die Uhrzeit: “Vor zwei Stunden.”
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